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Standbein

Birgit Jürgenssen, Standbein, 1977, S/W Fotografie, 23,9 × 30,2 cm, Dauerleihgabe der Österreic ...
Standbein
Birgit Jürgenssen, Standbein, 1977, S/W Fotografie, 23,9 × 30,2 cm, Dauerleihgabe der Österreic ...
Birgit Jürgenssen, Standbein, 1977, S/W Fotografie, 23,9 × 30,2 cm, Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, Wien, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. Lg 1284
© Estate Birgit Jürgenssen / Bildrecht, Wien 2024
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung/ kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung.
  • Datierung1977
  • Künstler*in (1949 Wien – 2003 Wien)
  • ObjektartSchwarzweißfoto
  • Material/TechnikS/W Fotografie
  • Maße
    23,9 × 30,2 cm
  • SignaturSign., dat. und bez.
  • InventarnummerLg 1284
  • Standort Derzeit nicht ausgestellt
  • CreditlineDauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, Wien
  • Inventarzugang2011 Dauerleihgabe Stiftung Ludwig, Wien
  • Vor dem Hintergrund eines patriarchal-konservativen gesellschaftlichen Klimas und eines männlich dominierten Kunstbetriebs, in dem der Wiener Aktionismus allgegenwärtig und die Frau zumeist nur als künstlerisches „Material“ präsent war, entwickelte Birgit Jürgenssen in den 1970er-Jahren ein genuines visuelles Vokabular, das sie zu einer zentralen Vertreterin der feministischen Avantgarde machte. Inspiriert von der Psychoanalyse Sigmund Freuds und surrealistischen Ansätzen zeugt ihr konzeptuelles Œuvre in den Medien Fotografie, Zeichnung, Collage und Skulptur von einem fortwährenden assoziationsreichen Spiel mit dem Unbewussten, das tradierte gesellschaftliche Normen, Geschlechterverhältnisse und Zurichtungen des Weiblichen poetisch, aber unmissverständlich infrage stellt. Jürgenssens symbolisch aufgeladene Inszenierungen des Selbst nehmen es zuweilen ironisch, zuweilen surreal, stets voller metaphorischer Bedeutung mit jenen Stereotypen auf, die dem Mann das Hirn und das Kontrollierte und der Frau das Herz und das Triebhafte zuordnen. So übersetzt ihr "Selbst mit Fellchen" ein klassisches kunsthistorisches Bildmotiv in eine animalische Metamorphose und adressieren Variationen des Schuhs aus der umfangreichen Serie des "Schuhwerks" das Fetischobjekt schlechthin. -- [Luisa Ziaja, in: Agnes Husslein-Arco, Severin Dünser, Luisa Ziaja (Hg.), Flirting with Strangers. Begegnungen mit Werken aus der Sammlung, Wien 2015, S. 55.]