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Das zweite Kabinett der ägyptischen Sammlung

Datierung: 1889

Künstler/in: Carl Goebel d. J. (1824 Wien – 1899 Wien)

Objektart:Zeichnung
Material/Technik: Aquarell auf Papier
Maße:
41,7 x 50,5 cm
Rahmenmaße: 52,5 x 62,5 cm
Signatur: Sign. und dat. links unten: Carl Goebel 1889
Inventarnummer: 2302
Standort: Derzeit nicht in der Schausammlung
Provenienz: Ankauf vom Künstler für Kaiserliche Gemäldegalerie
Inventarzugang: 1922 Übernahme aus dem Kunsthistorischen Museum, Wien
Beschreibung

Als Sohn des Historienmalers Carl Peter Goebel und Enkel des Akademieprofessors und Bildhauers Joseph Klieber erhielt Carl Goebel d. J. frühzeitig eine künstlerische Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde bereits im Alter von 14 Jahren mit dem Füger-Kompositionspreis ausgezeichnet. Nach seinem Studium war er an verschiedenen europäischen Höfen als Porträtmaler tätig und gelangte durch seine Wiener Veduten sowie durch Tier- und Jagdbilder, Landschaften und Genreszenen zu lokaler Bedeutung. Institutionsgeschichtlich ist Goebels Werk aufgrund seiner zwischen 1875 und 1889 entstandenen Serie von 17 Aquarellen des Unteren Belvedere von besonderem Interesse: Jenes beherbergte, nachdem 1805 Tirol an Bayern gefallen war, ab den 1810er-Jahren die kaiserliche Sammlung aus Schloss Ambras und später auch umfangreiche Bestände der kaiserlichen Kollektion ägyptischer und antiker Kunst, die, wie Goebel zeigt, auf interessierte Betrachter/innen stieß. In dokumentarischer Genauigkeit wird hier das Klassifizierungsbestreben im Umgang mit den antiken Trophäen ersichtlich, jenes System, das aus Ritualobjekten museale Exponate macht.

[aus: Luisa Ziaja, in: Flirting with Strangers. Begegnungen mit Werken aus der Sammlung, Ausst. Kat. Belvedere Wien, 9.9.2015–31.1.2016, S. 36]

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Werke von: Carl Goebel d. J. (1824 Wien – 1899 Wien)
Stilistische Epoche:Realismus
Objektart:Zeichnung
Bildorganisation: